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Frohe Ostern

wünsche ich allen, auch den aus iranischer Gefangenschaft wieder bei ihren Familien eingetroffenenen Tommies samt der einen Soldatin. Die guten Wünsche Ahmadinedschads zu ihrer Verabschiedung mag jeder werten, wie er will - wieder zu Haus ist es, was zählt. Und wer dem Iraner da "mit zwei Zungen gesprochen" vorwirft, sollte Herrn Plärr noch mal abspielen. Dann findet er den Bush-Töne spuckenden neben dem leise Diplomatensprache redenden Plärr - und das hat zum Erfolg geführt, weil eben das von dem in seiner Souveränität im Schatt el Arab verletzten Iran erwartet, mit Recht verlangt oder gefordert wurde. Nur so sind Lösungen für die Probleme - nicht nur dieses Raums - zu erreichen, die uns ruhiger frohe Ostern feiern lassen - überall auf unserm blauen Planeten.

7.4.07 19:27, kommentieren

Oh du schöne . . .

Demokratie, wo auch immer im Westen ! Da darf ein "Künstler", nachdem Du im andren deutsch Staat endlich "errettet" wurdest, Dein höchstes Symbol. das Parlament, regelrecht einpacken. Die sächsische Redewendung "kannst einpacken" stand schon immer für "alles für die Katz" oder "fürn Alten Fritzen (heißt Friedrich Zwo)". Da fliegen 6 Kampfflugzeuge Tornado gegen den klaren Willen von dreiviertel der Deutschen nach Afghanistan. Da ist die freie Meinungsäußerung nicht mehr als "quatscht was Ihr wollt,Bürger, aber repräsentative Demokratie heißt, daß wir mit unserer Parlamentsmehrheit dennoch machen, was uns paßt, nämlich das genaue Gegenteil, weils Bushs Kriegspolitik so will". Und für die Grenzverletzer Ihrer Majestät, großzügig ohne Prozeß heimgelassen, gilts auch nur, wenn es nach US-Chefs Vorschrift ist, was sie sagen oder - gutbezahlt, das nennt sich freie Presse - schreiben. Daß Irans Präsident durch eindeutige Wählermehrheit legitimiert ist , zählt aus gleichem Grunde nicht, auch nicht die Völkerrechtsgrundsätze der souveränen Gleichheit, nichts davon. Das zwangsläufige Resultat des Non-proliferation -treaty: eine weitere Atommacht nach der anderen wird geboren, aber nur wo sie brav zu GWB ist, darf  sies, und Sicherheitsrat, EU, Rußland und China( jawohl, die 2 mit Abstrichen zugunsten friedlicher Lösungen) kuschen. O du schöne . . . Rechtsstaat, na bitte, aber echter linker war nicht nur mir, sondern mit mir Millionen in allen Erdteilen lieber  !

11.4.07 07:23, kommentieren

De mortuis nihil nisi bene

oder"Über Tote soll man nichts Schlechtes reden". Das stammt schon aus dem alten Rom. Alles gut und schön, was man da nach Jelzins Abtreten hört und sieht, von Merkel bis Kohl Friede, Freude, Eierkuchen, und Jelzin ist nicht nur ein ehrenwerter Mann, sondern ein ganz großer Politiker und Friedenskämpfer, hat sich um Rußland und die deutsche"Einheit" doch so sehr verdient gemacht - vielleicht sollte er mit Kohl einen Zwillings-Friedensnobelpreis kriegen? Angesichts solcher Heldencharakterfortschrittstaten muß obiges römisches Zitat ganz unbedingt beachtet, heilig hoch gehalten werden. Also werd' ich nach solchem großer Leute Walten, so wie mirs ziemt, das Maul zu halten, nichts von Tschetschenien, Panzerbeschuß des Parlaments, Suffdirigat usw usf sagen. Wie war doch eben noch weiter oben diese"Demokratie" so schön - das Trara um den Tod Jelzins ist nur die nächste Illustration dazu, und garantiert nicht die letzte.

24.4.07 12:38, kommentieren

Beizeiten richtig zuhören. . .

scheinen weder der US-Präsi G.W.B. noch die EU zu können und lernen zu wollen. Seit dem mit dem Ende des Kalten Kriegs verbundenen angeblichen Beendigen der Einkreisungstaktik der USA gegenüber UdSSR/Rußland schien es ruhiger, entspannter in der Welt zuzugehen, der Frieden sicherer zu werden. Der hemmungslose Weltherrschaftsplaner im Weißen Haus aber brauchte das Gegenteil für seine Konzeption, und so wurde über Terrorhysterie, Bösenachse und Iranverteufelung die "Begründung" für das Raketenschutzschild-system in Tschechien und Polen konstruiert und oktroyiert - entgegen allen Warnungen Moskaus, das des Pudels Kern von Anbeginn deutlich machte. Es half so wenig zum Nach- und Umdenken wie die noch deutlicheren Worte Putins auf der Wiener Sicherheitskonfe-renz. Nun, da von der Tribüne des Moskauer Parlaments eindeutige Worte kamen und Konsequenzen gezogen wurden, ist das in der Journaille des Westens "Drohung", "Rückfall in den Kalten Krieg" und (so die Rice) "unglaubwürdig". Der Beifall der Duma zu dieser Entscheidung - eben hatten sie den Wodka-freund beerdigt, der einst das Parlament wegen Unbotmäßigkeit zusammenzuschießen befohlen hatte - sollte erinnern, was da heißt: Habt ein besseres Gedächtnis.

Nebenbei: das wäre auch dem Berliner Senat zu wünschen, der die Reko des Schlosses  deut-scher Großmachtkaiser mit fast 40 Mio unterstützen will. Der Rentner in Deutschland kriegt nach 3 Jahren Nullerhöhung jetzt großzügige 54 Cent - 2 Schrippen für ne Mark, für die er in der DDR 20 Schrippen kriegte.

26.4.07 22:16, kommentieren

50 Jahre - feiernswürdig

Denn es waren echte Leistungen - für die Menschen der DDR wie für das Ansehen ihres kleinen Staates, in der Welt des Sports und dessen Mission der Völkerfreundschaft und des Friedens, die unauflöslich mit der Gründung des Deutschen Turn- und Sportbundes 1957 und seiner Geschichte verbunden waren. Alles bundesgermanische Gezeter um "Alles nur gedopt", "Renommnier-sport", "Für die Spitzensportler war alles, für die kleinen Sportgemeinschaften nichts da" ändert nichts an der Bilanz der Welt-, Europameistertitel, Medaillen bei Olympischen Spielen und an der Basis, auf der das gedeihen konnte: eine Förderung des Breitensports, die beispielhaft und in der Welt anerkannt war. Die erste olympische Goldmedaille für Deutschland: Behrend,DDR, Boxen;die erste Goldmedaille Eiskunstlauf für Deutschland: Gabi Seifert, DDR die einzige vom Präsidenten des IOC verliehene olympische Krone an die Schwimmerin Kristin Otto, DDR; der schon fast Abonnement für uns gewordene Platz 3 im Olympischen Medaillenspiegel hinter USA und UDSSR: DDR. Da ist was zu feiern - und alles "Delegitimieren" hilft nichts gegen Schur, Recknagel, Sparwasser usw.usf. u.a. Trainer aus der DDR haben nicht nur Kuba in Spitzenpositionen des Weltsports geführt. Warum hat keiner auf Daumes Warnung vor einem Verzicht auf die Erahrungen des DDR-Sports gehört ? Heutige Bilanz für 80 Millionen gegenüber der damaligen für 18 : erbärmlich ! Aber lernen daraus wird ganz winzig klein geschrieben, und wehe wer dabei DDR erwähnt - wie bei Bildung, Kinderbetreuung, Gesundheitswesen  . . . es war einmal ein in vielen, vielen Fragen besseres Deutschland für die kleinen Leute.

28.4.07 18:09, kommentieren